Stellplatzsatzung / SPD justiert nach

PM der SPD-Ratsfraktion Juli 2026: Weniger Baukosten und eine pragmatische Umsetzung – das sind die Ziele eines Änderungsantrags der SPD zur neuen Stellplatzsatzung. „2022 wurde die Satzung eingeführt, in diesem Jahr gab es die erste Evaluation und jetzt einen Neubeschluss. Mit einigen Ergänzungen haben wir die überarbeitete Satzung verabschiedet, wünschen uns aber weiterhin eine engmaschige Überwachung“, sagt Simone Gottschlich, planungspolitische Sprecherin der SPD im Rat.

Simone Gottschlich
Simone Gottschlich

Der Rat der Stadt Bochum hat die neue, angepasste Stellplatzsatzung in seiner Sitzung am 16. Juli beschlossen. „Uns war im Vorfeld der Dialog mit der Bauwirtschaft sehr wichtig. Im regelmäßigen und konstruktiven Austausch konnten wir viele Anregungen mitnehmen, um die alte Fassung zu verbessern. Ich bin froh, dass viele Ideen in die aktuelle Satzung eingeflossen sind“, sagt Simone Gottschlich. „Unter anderem wurde der Neigungswinkel von Fahrradrampen angepasst, was eine viel kompaktere und ressourcenschonendere Bauweise zulässt. Zudem wurde die Anzahl der vorgeschriebenen Fahrradstellplätze etwas reduziert. Der Ausbau von Fahrradstellplätzen ist nach wie vor sinnvoll, der Umfang sollte sich aber nach der Realität richten. Viele angelegte Plätze in und an Gebäuden wurden nicht genutzt“, erklärt Simone Gottschlich.

Wichtige Änderung

Beschlossen hat der Rat die Stellplatzsatzung mit einem wichtigen Änderungswunsch der SPD: „Die Stadt soll eine mögliche Doppelnutzung, besonders von Kfz-Stellplätzen, in einem Modellversuch prüfen und evaluieren. Uns geht es um Gebäude mit unterschiedlicher Nutzung, etwa Einzelhandel und Büroflächen auf der einen Seite und Wohnraum auf der anderen Seite. Warum sollten nicht Bewohnerinnen und Bewohner abends die Stellplätze nutzen, die tagsüber durch Gewerbe genutzt werden? So könnte man die Zahl der vorgeschriebenen Stellplätze verringern. Das spart Fläche und Baukosten“, erklärt Simone Gottschlich und ergänzt: „Das gleiche Prinzip sollte mit externen Flächen getestet werden, also etwa von an Wohnraum grenzenden Gewerbebetrieben oder vergleichbaren Nutzungen. Es kann sein, dass sich die Ideen am Ende des Tages als nicht sinnvoll erweisen, aber wir sollten sie zumindest einmal in der Praxis testen.“

Das ist die Stellplatzsatzung

Die Stellplatzsatzung der Stadt Bochum legt fest, wie viele Kfz- und Fahrradstellplätze bei Neubauten oder aufwendigen Umbauten vorzuhalten sind – dies in Abhängigkeit von der Anbindung an Bus und Bahn, aber auch beispielsweise von alternativen Mobilitätsangeboten. Ziel ist unter anderem eine effizientere Nutzung von Flächen.

Ich wünsche allen ein schönes und friedliches Osterfest!
Hier mit einem Bild der Altenbochumer Kirschblütenallee.

Bauturbo für Bochum – Wohnungsmarkt entspannen

Simone Gottschlich

Bedarfslücke schließen / SPD stimmt für Bauturbo

„Es klingt sperrig, aber es kann ein gutes Instrument sein, um den Wohnungsmarkt in Bochum zu entspannen. In der kommenden Sitzung des Ausschusses für Planung und Grundstücke stimmen wir über die Anwendung des Gesetzes zur Beschleunigung des Wohnungsbaus und zur Wohnraumsicherung ab. Zum Glück gibt es aber noch einen anderen Namen für dieses Gesetzespaket, dass im vergangenen Jahr in Kraft getreten ist “, erklärt Simone Gottschlich, planungspolitische Sprecherin der SPD im Rat. „Der Bund hat den Weg freigemacht, jetzt wollen wir den Wohnungsbauturbo auch in Bochum einführen. Aus gutem Grund“, so Gottschlich.

„Wir sind in Bochum auf einem wirklich guten Weg, dennoch ist die Wohnungslage angespannt – das gilt auch für den sozialen Wohnraum. Ein gutes Instrument, welches wir in unserer Stadt bereits einsetzen, das aber limitiert ist: Bindungsaufkäufe und damit im Bestand geförderten Wohnraum sichern. Um den Markt zu entlasten führt aber kein Weg am Neubau vorbei und hier kann der Bauturbo ein echter Gewinn sein“, sagt die planungspolitische Sprecherin.

Weniger Bürokratie

„Der Bauturbo entbürokratisiert das Schaffen von neuem Wohnraum. Genehmigungen werden schneller erteilt, unter bestimmten Bedingungen kann auf das langwierige Aufstellen eines Bebauungsplanes verzichtet werden und der Bau in Baulücken oder durch Aufstockung wird erleichtert. Allerdings müssen auf der anderen Seite, und das ist uns ebenso wichtig, Anwohnerinteressen gewahrt bleiben“, so Gottschlich.

Kritisch begleiten

„Für uns ist klar, dass wir im Ausschuss für Planung und Grundstücke für die Umsetzung des Bauturbos in Bochum stimmen werden, um den Wohnungsbau und natürlich Hand in Hand den sozialen Wohnungsbau zu beschleunigen. Das machen wir aber keineswegs blauäugig“, sagt Simone Gottschlich „Der Bauturbo ist neu und klingt vielversprechend. Wir verlangen aber ein Monitoring und werden den Einsatz des Bauturbos politisch eng begleiten.“ Endgültig über den Bauturbo in Bochum entscheidet der Rat am 19. März.

Quelle: PM der SPD-Ratsfraktion Bochum von Februar 2026

Ratssitzung am 05. Februar

 

Gruß aus der Ratssitzung

Heute bringen wir maßgebliche Dinge für Bochum auf den Weg.

1. Ratsbürgerentscheid: Wir beschlossen, dass alle Bochumer/innen darüber entscheiden können, ob sich Bochum an der Olympia-Bewerbung der Region Rhein/Ruhr für Olympia 2036 ff beteiligen soll. Das Ergebnis ist für Bochum bindend. Ich persönlich bin unbedingt für eine Bewerbung. Merke: Die Bewerbung für Spiele im Ruhrgebiet findet im Zweifelsfall trotzdem statt, nur eben ohne Bochum.

2. Satzungsbeschluss für rund 200 neue Wohneinheiten in Bochum, davon mindestens 30 Prozent öffentlich gefördert und damit günstig im Angebot. Das ist wichtig, um den Bochumer Wohnungsmarkt zu entspannen.

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